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Grafiken, die auf Embedded Systems wiedergegeben werden sollen, unterscheiden sich erheblich von ihren Pedanten in Web und Print. Äußerlich identisch, liegen ihre höheren Werte tief im Inneren ihrer Dateiformate und Strukturen. Kleine, energergiesparende oder kostengünstige grafikfähige Systeme können nicht auf die Rechenleistung kraftstrotzender Grafikkarten zurückgreifen. Daher stehen für die Grafikdarstellung nur rudimentäre Funktionen zur Verfügung. Dies spart Rechenleistung und Speicherbedarf, erhöht die Laufzeit und sorgt gleichzeitig für höhere Sicherheit, da die verwendeten Bibliotheken wesentlich kleiner und leichter zu pflegen sind. Um dennoch die vom Web gewohnte Darstellungsqualität zu erzielen, müssen sämtliche Verarbeitungsschritte, die sonst von der Grafikkarte oder einem GrafikSubsystem (z.B. OpenGL) abgearbeitet werden, offline vorgerechnet und zwischengespeichert werden. Konkret bedeutet das z.B. , dass in vielen Fällen nicht davon ausgegangen werden kann, dass TrueType-Fonts auf dem System dargestellt werden können. Vielmehr muss jedes einzelne Zeichen, von A bis Z, mit Sonderzeichen, manchmal etwas Kyrillisch und Griechisch dazu, in jeder Schriftgröße extra als Bitmap-Datei erstellt werden. Die Bibliotheken der Embedded Systeme sind speicher- und geschwindigkeitsoptimiert. Das bedeutet häufig, dass nicht sämtliche Spezifikationen eines Dateiformates (z.B. PNG) implementiert ist, sondern nur der tatsächlich unbedingt notwendige Teilbereich. Diese Einschränkungen müssen bei der Grafikerstellung berücksichtigt werden, ansonsten sind die Grafiken zum Zielsystem inkompatibel. Meist beziehen diese Grafiken ihre Farbwerte aus einer 8-Bit-Farbtabelle. Dies reduziert den Speicherbedarf und die Busbelastung auf ca. 33%. Penible Planung und Umsetzung vorausgesetzt ermöglicht die Verwendung von Farbpaletten auch eine schnelle farbliche Manipulation der Grafiken im laufenden System. So kann ohne großen Aufwand ein Tag- und Nachtdesign oder kundenspezifische Farbanpassungen realisiert werden. Allerdings führt die geringe Farbanzahl (max. 256) bei Verläufen schnell zu streifiger Darstellung, welche mit Dithering reduziert werden kann. Alle diese Anforderungen und Einschränkungen machen auch vergleichsweise simple Grafiken komplex und aufwendig. Spezielle Tools können allerdings die Grafikerstellung erheblich vereinfachen und vor allem beschleunigen. Tool-generierte oder -optimierte Grafiken beinhalten auch weniger Fehler und lassen sich leichter ändern. |
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